
Zürich, 10. Mai 2007 - Liebe Zürcher Mineral Trinkerinnen und Trinker,
Vielleicht haben Sie es in den Medien bereits mitverfolgt: Uran ist in Lebensmitteln auf natürliche Weise vorhanden. Die Mengen sind jedoch so gering, dass sie aus radioaktiver Sicht unbedenklich sind. Neuste Erkenntnisse der Wissenschaft ergeben jedoch, dass Uran ein toxisches Schwermetall ist, das wie Blei und Cadmium zu Nierenschäden führen kann.
Was hat das mit dem Zürcher Mineral zu tun?
In Deutschland und in der Schweiz wurden Mineralwässer auf deren Urangehalt untersucht. Das Ergebnis war sehr unterschiedlich, zumal ein Mineralwasser ein 100i%iges Naturprodukt ist und manchmal bis zu Hunderten von Jahren in der Erde weilt, bis es biologisch gefiltert und mikrobiologisch einwandfrei wieder an den Tag tritt. Angereichert mit Kalzium, Magnesium, Hydrogenkarbonat, Sulfat, Kalium, Lithium, Fluor, Kieselsäure, usf. Der Gesundheit des Menschen alles zuträgliche Substanzen.
Doch leider gibt es in der Natur auch Elemente, die zumindest am Menschen nicht nur Gutes tun. Zum Beispiel Arsen, Selen, Nitrat, Blei, Cadmium oder eben Uran. Und das Zürcher Mineral enthält Uran; und zwar in erhöhter Konzentration. Nicht, dass man morgen davon sterben täte, aber eine längerfristige Konsumation über Jahre hinweg könnte gesundheitliche Schäden verursachen. So sagt es die Weltgesundheitsorganisation WHO.
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Deshalb haben wir gleich nach Kenntnisnahme der Analyse beim Kantonalen Labor, welches dem Bundesamt für Gesundheit unterstellt ist, ein Gesuch zur Filtration des Urans veranlasst - mittels Ionentauscher liesse sich das Uran problemlos aus dem Wasser entfernen.
Dann die Antwort des Labors - für uns nicht nachvollziehbar: Der Kantons-Chemiker Rolf Etter hat das Gesuch abgelehnt und empfiehlt den Konsumentinnen und Konsumenten schlichtweg Leitungswasser zu trinken. Es enthalte im ganzen Kanton Zürich weniger Uran als das Zürcher Mineral.
Dann trinken wir fortan lieber Industrie und nicht mehr Natur? Grundwasser, das physikalisch und chemisch behandelt worden ist und in kilometerlangen Plastikrohr-Systemen abgestanden hat, mit UV-Licht bestrahlt, ein aufbereitetes Seewasser, entölt von Motorboot- Emissionen, verursacht durch wasserskifahrendes Fun-People? Ein feiner Beamten-Tipp...
Zurück zur realen Welt. Wir von Zürcher Mineral sind der Meinung, dass ein natürliches Mineralwasser mit 16 Mikrogramm Urangehalt entweder gefiltert werden darf oder aus dem Verkehr gezogen werden muss.
Da Ersteres durch den Entscheid des Kantonalen Labors resp. Bundesamtes für Gesundheit nicht möglich ist, ziehen wir vorbeugend und aus eigener Initiative die Konsequenzen und stellen die Abfüllung des Zürcher Minerals ein.
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In Deutschland wurde dieses Jahr eine neue Lebensmittel- verordnung erlassen, welche vorschreibt, dass nur noch Mineralwässer mit einem Gehalt von unter 2 Mikrogramm Uran als „tauglich für die Ernährung von Säuglingen und Kindern unter 7 Jahren“ deklariert werden dürfen. Das Schweizer BAG findet, es gäbe bisher keinen Anlass, einen Grenzwert einzuführen; geschweige denn, eine Filtration zuzulassen... Ich hoffe, Sie können unseren Entscheid mittragen!
Wir bedanken uns für Ihre Treue und Ihren Spirit. Die Idee bleibt: Ein lokales Zürcher Mineralwasser würde uns Zürcherinnen und Zürchern gut tun. Vielleicht ergibt sich sogar noch eine neue Abfüllgelegenheit auf dem Hürlimann-Areal mit der ehemaligen Aqui-Mineralwasser- Quelle. Dieses seit Jahrzehnten ungenutzte Zürcher Mineralwasser weist einen hervorragenden Urangehalt von 0,8 Mikrogramm auf und könnte eine echte Alternative zum Zürcher Mineral darstellen. Wir halten Sie auf dem Laufenden!
Cello Rohr
Zürcher Mineral GmbH
PS - Wir empfehlen Ihnen als Ersatz zum Zürcher Mineral das Appenzeller Mineral. Das von Gabriela Manser, sie ist die Besitzerin der Quelle. Nicht nur, weil sie eine sympathische Persönlichkeit ist, sondern auch, weil sie die selben Werte verfolgt, wie wir von Zürcher Mineral. Zu bestellen bei Intercomestibles, der Zürcher Getränkehandels- unternehmung.
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